Die Rolf Buscher Stiftung unterstützt derzeit verschiedene Entwicklungshilfeprojekte, die meisten davon in Afrika. Unser Anliegen ist es, jungen Menschen eine gute Ausbildung und eine unabhängige Lebensgestaltung zu ermöglichen.
Unsere Hilfe ist auf Nachhaltigkeit angelegt: Wir beziehen die örtlichen Dorfgemeinschaften in die Planungen ein und beteiligen sie am Bau und der Renovierung von Schulgebäuden und Kindergärten, um den langfristigen Erhalt der Einrichtungen zu sichern. Auch die Unterweisung von Lehrern, Eltern und Familienangehörigen in moderne Unterrichtsmethoden und internationale Kinderrechte gehört zu unseren Aufgaben. Professionelle Partner begleiten unsere Projekte vor Ort und sorgen für einen effizienten und sparsamen Einsatz unserer Mittel.
Die Rolf Buscher Stiftung setzt sich weiter für die Ausbildung behinderter Kinder ein: Erneut fördern wir
Bau und Ausrüstung einer integrativ arbeitenden Grundschule in Kenia. Auch bei diesem Projekt arbeiten wir mit dem
Deutschen Blindenhilfswerk zusammen. An der Finanzierung der Baumaßnahmen ist außerdem das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beteiligt.
In der Grundschule in Isiolo nördlich Mount Kenya werden nach dem Umbau sehende, blinde und sehbehinderte Schüler gemeinsam unterrichtet werden. Davon erhoffen wir uns ein gesellschaftliches Signal: Wenn die Eltern der behinderten Kinder wahrnehmen, dass diese eine Schule besuchen können und dort so ausgebildet und gefördert werden, dass sie später ein eigenständiges Leben in Unabhängigkeit und Würde führen können, werden sie sie nicht länger aus Scham verstecken oder bettelnd an den Wegrand setzen. Die Rolf Buscher Stiftung setzt sich zunächst für den Bau eines so genannten Resource Centres ein: In diesem Raum lernen die blinden Schülerinnen und Schüler wichtige Fertigkeiten: Brailleschrift, Handhabung der Blindenschreibmaschine und später des Braillecomputers, Umgang mit präpariertem Lineal, Abakus, erhaben gedruckten Karten und vieles mehr. Außerdem erlernen sie hier wichtige Elemente des unerlässlichen Orientierungs- und Mobilitätstrainings, damit sie sich später sicher durch die möblierten Klassenräume und auf dem Schulgelände bewegen können. Die Kinder gewinnen aber auch Selbstständigkeit darüber hinaus, zum Orientierungstraining gehört nämlich auch: Wie besteige ich einen Bus? Wie orientiere ich mich in meinem Heimatort? Wie komme ich alleine nach Nairobi? Danach beginnt für die Kinder der gemeinsame Unterricht mit den sehenden Schülern. Das Training im Resource Centre geht aber weiter: Die Schüler eignen sich dabei immer neue, kompliziertere Fertigkeiten an und üben das Gelernte.
Die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2011 abgeschlossen sein. Das Training kann aber schon vorher beginnen - sobald die Lehrmaterialien eingetroffen sind.
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Die Rolf Buscher Stiftung sorgt für die Möblierung eines Wohnhauses der Diani Maendeleo Academy in Kenia.
Das Gebäude war 2007 aus Mitteln der Rolf Buscher Stiftung für die Schülerinnen der Mädchenschule im Kwale Distrikt an der Südküste errichtet worden.
In dem ruhig gelegenen Wohnaus können Schülerinnen der Abschlussklasse wohnen, um sich in Ruhe auf ihre Prüfungen vorzubereiten - in ihren Familien werden sie so stark in die häuslichen
Aufgaben eingebunden, dass kaum Zeit zum Lernen bleibt. Durch die Möblierung mit Etagenbetten werden im "Buscherhaus" bald zwölf - statt bisher nur fünf - Mädchen wohnen können.
Die Betten wird ein örtlicher Tischler anfertigen. Die private Oberschule nimmt vor allem sozial benachteiligte Mädchen auf, um ihnen die Chance auf eine gute Schulbildung und das spätere
Erlernen eines Berufs zu ermöglichen. Derzeit besuchen 95 Schülerinnen die Diani Maendeleo Academy.
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Auch in diesem Schuljahr gibt es mit Unterstützung der Rolf Buscher Stiftung Nachhilfekurse für palästinensische Grundschüler in libanesischen
Flüchtlingslagern. Unsere Partnerorganisation "Flüchtlingskinder im Libanon" organisiert die täglichen, schulbegleitenden Förderkurse für rund 350 Kinder aus sechs Flüchtlingslagern.
Ziel des Förderunterrichts: Die Kinder sollen in den höheren Klassen selbst erfolgreich den Schulstoff bewältigen können und langfristig eine Perspektive jenseits der Flüchtlingslager
bekommen. Die Kinder werden in kleinen Gruppen in den Fächern Arabisch Lesen und Schreiben, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften unterrichtet und individuell beim Lernen unterstützt.
In den Sommerferien gibt es neben Intensivkursen ein buntes Freizeitprogramm für die Schüler.
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