Die ersten Förderprojekte der Rolf Buscher Stiftung konzentrieren sich auf Schul- und Berufsausbildung in Entwicklungsländern. Drei Projekte konnten im ersten Jahr nach Gründung der Stiftung unterstützt werden:
In Angola finanzierte die Stiftung zusammen mit Unicef und der Nelson Mandela Stiftung den Bau
von vier Schulen für je 200 bis 300 Schüler. Im Distrikt Bié und in Huambo
entstanden Schulen mit je zwei Klassenräumen und einem Lehrerzimmer für die erste und
zweite Klasse. 60 Schüler besuchen jeweils eine Klasse. Die Dorfbewohner selbst bauten mit
und tragen die Verantwortung für die neuen Schulen. Im südlichen Afrika gehen 45 Millionen
Kinder nicht zur Schule - das ist fast jedes zweite Kind. Weitere Informationen zum Projekt
"Schulen für Afrika"...
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Im Libanon fördert die Rolf Buscher Stiftung mit dem Verein "Flüchtlingskinder
im Libanon" ein Bildungsprogramm für palästinensische Grundschüler:
Rund 350 Kinder aus sechs Flüchtlingslagern erhalten täglich schulbegleitende
Nachhilfekurse in den Fächern Arabisch Lesen und Schreiben, Englisch, Mathematik und
Naturwissenschaften. In kleinen Gruppen werden Hausaufgaben beaufsichtigt und schwache Schüler
individuell gefördert. Zusätzliche Intensivkurse sind für die Sommerferien vorgesehen.
Das Projekt soll den Schülern einen erfolgreichen selbstständigen Schulbesuch in den
höheren Klassen ermöglichen und eine Zukunftsperspektive jenseits der Flüchtlingslager
eröffnen. Für die Kurse wurden Lehrkräfte unter arbeitslosen palästinensischen
Flüchtlingen und Studenten engagiert. Die bestehenden Schulen in den Flüchtlingslagern
sind aufgrund von Lehrermangel und unzureichender Ausstattung nicht in der Lage, Förderunterricht
anzubieten.
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In Kenia unterstützte die Rolf Buscher Stiftung das Deutsche Blindenhilfswerk beim
Ausbau zweier Sekundarschulen in der Küstenprovinz Kilifi. Die Schulen - je eine für
Mädchen und Jungen - wurden erweitert und zusätzliche Lehrmaterialien und Hilfsmittel angeschafft, damit blinde
und sehende Schüler ab 14 Jahren integrativ unterrichtet werden können. Alle Lehrkräfte wurden im Umgang mit blinden
Menschen trainiert und in besonderen Unterrichtsmethoden für blinde Jugendliche geschult. Das Projekt sah zudem den
Aufbau eines kleinen Landwirtschaftsprogramms vor: Eine Kuh und Geflügel wurden gekauft und ein Zaun und ein kleiner Stall
gebaut. Von den Einnahmen aus dem Verkauf von Milch und Eiern werden künftig Unterrichtsmaterialien wie Braillepapier und Bücher
angeschafft und medizinische Vorsorgeuntersuchungen der Schüler bezahlt. An der Finanzierung dieses Projekts beteiligte sich auch das Entwicklungshilfeministerium
der Bundesrepublik Deutschland.
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