Projekte 2005

Die ersten Förderprojekte der Rolf Buscher Stiftung konzentrieren sich auf Schul- und Berufsausbildung in Entwicklungsländern. Drei Projekte konnten im ersten Jahr nach Gründung der Stiftung unterstützt werden:

Grundschule in Uwambo In Angola finanzierte die Stiftung zusammen mit Unicef und der Nelson Mandela Stiftung den Bau von vier Schulen für je 200 bis 300 Schüler. Im Distrikt Bié und in Huambo entstanden Schulen mit je zwei Klassenräumen und einem Lehrerzimmer für die erste und zweite Klasse. 60 Schüler besuchen jeweils eine Klasse. Die Dorfbewohner selbst bauten mit und tragen die Verantwortung für die neuen Schulen. Im südlichen Afrika gehen 45 Millionen Kinder nicht zur Schule - das ist fast jedes zweite Kind. Weitere Informationen zum Projekt "Schulen für Afrika"...

Nachhilfeklasse im Flüchtlingslager Bourj A-Shemali Im Libanon fördert die Rolf Buscher Stiftung mit dem Verein "Flüchtlingskinder im Libanon" ein Bildungsprogramm für palästinensische Grundschüler: Rund 350 Kinder aus sechs Flüchtlingslagern erhalten täglich schulbegleitende Nachhilfekurse in den Fächern Arabisch Lesen und Schreiben, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften. In kleinen Gruppen werden Hausaufgaben beaufsichtigt und schwache Schüler individuell gefördert. Zusätzliche Intensivkurse sind für die Sommerferien vorgesehen. Das Projekt soll den Schülern einen erfolgreichen selbstständigen Schulbesuch in den höheren Klassen ermöglichen und eine Zukunftsperspektive jenseits der Flüchtlingslager eröffnen. Für die Kurse wurden Lehrkräfte unter arbeitslosen palästinensischen Flüchtlingen und Studenten engagiert. Die bestehenden Schulen in den Flüchtlingslagern sind aufgrund von Lehrermangel und unzureichender Ausstattung nicht in der Lage, Förderunterricht anzubieten. Weitere Informationen...

Bahari Mädchenschule in Kilifi In Kenia unterstützte die Rolf Buscher Stiftung das Deutsche Blindenhilfswerk beim Ausbau zweier Sekundarschulen in der Küstenprovinz Kilifi. Die Schulen - je eine für Mädchen und Jungen - wurden erweitert und zusätzliche Lehrmaterialien und Hilfsmittel angeschafft, damit blinde und sehende Schüler ab 14 Jahren integrativ unterrichtet werden können. Alle Lehrkräfte wurden im Umgang mit blinden Menschen trainiert und in besonderen Unterrichtsmethoden für blinde Jugendliche geschult. Das Projekt sah zudem den Aufbau eines kleinen Landwirtschaftsprogramms vor: Eine Kuh und Geflügel wurden gekauft und ein Zaun und ein kleiner Stall gebaut. Von den Einnahmen aus dem Verkauf von Milch und Eiern werden künftig Unterrichtsmaterialien wie Braillepapier und Bücher angeschafft und medizinische Vorsorgeuntersuchungen der Schüler bezahlt. An der Finanzierung dieses Projekts beteiligte sich auch das Entwicklungshilfeministerium der Bundesrepublik Deutschland. Weitere Informationen...

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