Die Rolf Buscher Stiftung hat vier Projekte in Afrika, Asien und im Nahen Osten gefördert. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern konnten wir zugunsten vieler bedürftiger Kinder fortsetzen.
Die Rolf Buscher Stiftung setzt sich für die Ausbildung behinderter Kinder ein:
Im November konnten wir Bau und Ausrüstung einer integrativ arbeitenden Grundschule
in Kenia abschließen. Bei diesem Projekt war wieder das Deutsche Blindenhilfswerk unser Partner.
An der Finanzierung der Baumaßnahmen war außerdem das Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beteiligt.
In der Grundschule in Isiolo nördlich Mount Kenya werden seit dem Umbau sehende, blinde und sehbehinderte Schüler gemeinsam unterrichtet. Davon erhoffen wir uns ein gesellschaftliches Signal: Wenn die Eltern der behinderten Kinder erkennen, dass diese eine Schule besuchen können und dort so ausgebildet und gefördert werden, dass sie später ein eigenständiges Leben in Unabhängigkeit und Würde führen können, werden sie sie nicht länger aus Scham verstecken oder bettelnd an den Wegrand setzen. Die Rolf Buscher Stiftung hat sich zunächst für den Bau eines so genannten Resource Centres eingesetzt. In diesem Gebäude lernen die blinden Schülerinnen und Schüler wichtige Fertigkeiten: Brailleschrift, Handhabung der Blindenschreibmaschine und später des Braillecomputers, Umgang mit präpariertem Lineal, Abakus, erhaben gedruckten Karten und vieles mehr. Außerdem erlernen sie hier wichtige Elemente des unerlässlichen Orientierungs- und Mobilitätstrainings, damit sie sich später sicher durch die möblierten Klassenräume und auf dem Schulgelände bewegen können. Die Kinder gewinnen aber auch Selbstständigkeit darüber hinaus, zum Orientierungstraining gehört nämlich auch: Wie besteige ich einen Bus? Wie orientiere ich mich in meinem Heimatort? Wie komme ich alleine nach Nairobi? Danach beginnt für die Kinder der gemeinsame Unterricht mit den sehenden Schülern. Das Training im Resource Centre geht aber weiter: Die Schüler eignen sich dabei immer neue, kompliziertere Fertigkeiten an und üben das Gelernte.
Die Bauarbeiten wurden früher als geplant abgeschlossen. Am 30. November
durchschnitt unser Beiratsmitglied Elke Buscher in einer feierlichen Zeremonie
in Isiolo das Band zur Einweihung des neuen Schulgebäudes; seit Januar
2011 wird in den Räumen unterrichtet. Vorher hatte das Orientierungs-
und Mobilitätstraining bereits im Freien stattgefunden. Weitere
Informationen...
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Die Rolf Buscher Stiftung hat die Möblierung eines Wohnhauses der Diani Maendeleo Academy in Kenia übernommen.
Das Gebäude war 2007 aus Mitteln der Rolf Buscher Stiftung für die Schülerinnen der Mädchenschule im Kwale Distrikt an der Südküste errichtet worden.
In dem ruhig gelegenen Wohnaus dürfen Schülerinnen der Abschlussklasse wohnen, um sich in Ruhe auf ihre Prüfungen vorzubereiten - in ihren Familien werden sie so stark in die häuslichen
Aufgaben eingebunden, dass kaum Zeit zum Lernen bleibt. Durch die Möblierung mit Etagenbetten können im "Buscherhaus" jetzt zwölf - statt bisher nur fünf - Mädchen wohnen.
Die Betten wurden von einem örtlicher Tischler angefertigt. Die Diani Maendeleo Academy nimmt vor allem sozial benachteiligte Mädchen auf, um ihnen die Chance auf eine gute Schulbildung und das spätere
Erlernen eines Berufs zu ermöglichen. Derzeit besuchen 95 Schülerinnen die private Oberschule.
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Auch in diesem Schuljahr gibt es mit Unterstützung der Rolf Buscher Stiftung Nachhilfekurse für palästinensische Grundschüler in libanesischen
Flüchtlingslagern. Unsere Partnerorganisation "Flüchtlingskinder im Libanon" organisiert die täglichen, schulbegleitenden Förderkurse für rund 350 Kinder aus sechs Flüchtlingslagern.
Ziel des Förderunterrichts: Die Kinder sollen in den höheren Klassen selbst erfolgreich den Schulstoff bewältigen können und langfristig eine Perspektive jenseits der Flüchtlingslager
bekommen. Die Kinder werden in kleinen Gruppen in den Fächern Arabisch Lesen und Schreiben, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften unterrichtet und individuell beim Lernen unterstützt.
In den Sommerferien gibt es neben Intensivkursen ein buntes Freizeitprogramm für die Schüler.
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Die Rolf Buscher Stiftung unterstützt die Entwicklungsarbeit des IDEM-Netzwerks in Rivan im Herzen Nepals. Rivan liegt etwa 15 km nördlich von Pokhara auf 1.700 Metern Seehöhe und hat rund 2.000
Einwohner. Das Gemeindezentrum, das Studierende aus Nepal, Deutschland und der Schweiz im letzten Jahr errichtet haben, hat mit unserer Unterstützung einen Internet-Anschluss bekommen. Das einstöckige
Gebäude umfasst eine Bücherei, einen Trainingsraum, einen Ausstellungsraum für lokale Handelsprodukte, eine Gemeinde-Wandzeitung und einen Computerraum mit acht PC-Arbeitsplätzen. Die Rolf Buscher Stiftung stattet
außerdem die zwei Nachbargemeinden und die sieben Jugendclubs in Rivan mit Computern aus. Sobald eine zuverlässige Stromversorgung gesichert ist, können interessierte Jugendliche an Computerkursen teilnehmen. Das Projekt soll jungen Menschen
in Rivan Werkzeuge, Wissen und Informationen geben, mit denen sie die vorhandenen Ressourcen effizient nutzen, ein Einkommen erwirtschaften und
zur Entwicklung ihrer Gemeinden beitragen können. Derzeit wandern viele junge Nepalesen auf der Suche nach Arbeit in die Großstädte ab, weil sie in ihren Dörfern keine Entwicklungsmöglichkeiten für sich finden.
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